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So machen wir das ...

Die Menschen vor Ort stärken. Hoffnung geben. Hilfe konkret!

Wie alles begonnen hat

Vishwaneedam ist eine kleine Kommune auf einer Fläche von 15 ha in der Nähe von Harishankar an der Ostküste Indiens. Die Region im Westen Orissas gehört heute zu den ärmsten Indiens. Die Mehrzahl der Menschen kann weder lesen noch schreiben oder hat je eine Schule besucht. Der Kreislauf aus Hunger und Tod ist Alltag. Lernen gegen die Armut! Ananta Putel, studierter Inder ist aus der modernen Stadt Bangalore zurück gekehrt. Zusammen mit Freunden und deren Familien hat er sich auf den Weg in seine alte Heimat gemacht, die sie wegen der Armut verlassen hatten. Ihr Traum von einem “besseren Orissa” soll nun Wirklichkeit werden. 2009 sind wir das erste Mal dort angekommen und alles hat hier begonnen.
Zunächst wurde mit Farmwirtschaft und Viehwirtschaft begonnen und dann eine Schule für die Kinder der umliegenden Dörfer ins Leben gerufen. Um die Gaiatreeschool herum haben sich viele neue Projekte entwickelt. Von Anfang an haben wir deutlich gemacht, dass wir keine "Dauerhilfe" wollen, so dass unsere Förderungen immer zeitlich begrenzt sind. Gegenwärtig unterstützen wir Shashi auf ihrem Weg zu einer Lehrerin und beraten in der Gopinathpur School.

Die Göttin des Lebens
In alten indischen Schriften ist Gayatri auch dieGötting des Lernens. Das Gayatri-Mantra kennt jedes indische Kind. Es ist fest im Alltag integriert schließt die Anerkennung unterschiedlicher Formen des gesellschaftlichen und religiösen Lebens ein. Gaiatree schlägt somit eine Brücke zwischen indischer Kultur und Tradition und der Moderne. Die Gaiatreeschool ist Bestandteil in einem Netzwerk freier indischer Schulen. Seit Juli 2010 besuchten wir diese Schulen und helfen bei deren Aufbau.

SHASHI- LEHRER WERDEN IN INDIEN

Eine Hoffnung ist die 23-jährige Shashireka, die ihre Schulbildung seit dem 16. Lebensjahr als Fernstudentin verfolgt und demnächst die 12. Klasse (Graduation) abschließen wird. Finanziert hat die Farmerstochter dies aus ihren Einkünften als Hilfslehrerin an der Gaiatreeschool und durch Nachhilfestunden. Zum Lehrerberuf fehlt ihr ein Abschluss des zweijährigen Fernstudiums zum "Bachelor of Education". Allein schafft sie das nicht. Dieses Vorhaben unterstützen wir deshalb finanziell und praktisch.
Shashi mit ihrer Mama in ihrem Heimatdorf
Shashi übt seit 2009 Yoa und möchte Yoga- Lehrer werden
... und sie liebt das Spiel mit Kindern.

GOPINATHPUR - MODELLSCHULE IM OSTEN ODISHAS

Mit der Gaiatreeschool Foundation (Indien) sind wir gut vernetzt in der Region. Während wir in den Jahren von 2009 bis 2015 die Gaiatreeschool bei ihrem Aufbau direkt unterstützt haben, erweitern wir unseren Blick und unser Engagement auf weitere Einrichtungen in der Region.
Die Gopinathpur School im Osten Odishaʻs ist eine bestehende Internatsschule von Klasse 1 bis 10. Gemeinsam mit den Lehrern und dem Schulträger erarbeiten wir ein Handlungskonzept für die Umstellung in eine ganzheitliche integrale Modellschule und organisieren in der ersten Phase Workshops und Weiterbildungen.

Wo das Universum ist – Vishwaneedam - Vision

Unser INDIEN – Bild im Westen ist geprägt von den Medien und den Filmemachern um Slumdoc- Millionär herum. Es ist ein zweifelhaftes Bild. So ist für jede Wahrheit in diesem Land ist auch das Gegenteil zutreffend. In den letzten 20 Jahren konnten wir durch unsere zahlreichen Reisen ein eigenes Verständnis, manchmal auch Unverständnis entwickeln, haben den Wandel in den Metropolen miterlebt und tauchen seit nun mehr als einem Jahr noch tiefer in die Realitäten der indischen Gesellschaft ein. Dabei können wir feststellen, dass von hier aus ein unermessliches Potential und eine enormer Kraft und Energie ausgeht, sowie tiefe Veränderungen, die die ganze Welt auf kurz oder lang betreffen werden. Die Stärke der indischen Gesellschaft liegt in deren Verwurzelung mit der jahrtausendalten Tradition des Yoga, als spirituelle Lebensform im Alltag. Die Renaissance der indischen Kultur & Gesellschaft wird in intellektuellen Kreisen, aber auch politischen Strömungen mehr und mehr zum Fundament einer gestärkten Gesellschaft. So spricht man hier schon von der „Brand of India“ (Marke Indien), so wie einst „Made in Germany“ die Welt eroberte.
Von diesen Veränderungen erfahren die Menschen bei uns zu Hause nur selektiv, da wir noch immer an den alten Klassifizierungen „Entwicklungsland - Schwellenland“ in der sogenannten Dritten Welt festhalten ohne dabei zu bemerken, dass sich die Welt weiter entwickelt.
Wir sind in Vishwaneedam, einem winzigen Ort im Westen Orissas. Der Name kommt aus dem altindischen Sanskrit, dem Yajur veda und bedeutet: WO DAS UNIVERSUM IST! Gemeinsam mit Ananta sind Mahadev und Shesdadev, die drei Freunde 2009 mit ihren Familien aus Delhi und Bangalore zurück in die Heimat gekehrt, um ihren „Traum eines besseren Orissa“ zu verwirklichen. Sie haben den Vishwaneedam Trust und die Sociaty gegründet, kauften zunächst Land vom Ersparten, gründeten eine Kommune mit Farm- und Viehwirtschaft. Um in der Region Fuß zu fassen und Vertrauen zu gewinnen starteten sie mit kleinen Hilfsprojekten in den umliegenden Dörfern. Unterstützung kam von Freunden, wie z.B. Patrick zum Beispiel, ein Arzt aus Goa, der ihnen im Monat 8.000 Rupie (120 €) für ein Volontärprogramm gibt. Damit finanziert Ananta zehn Jugendliche welche in Schulen der Region aushelfen. Desweiteren haben sie einen Zaun zur besseren Sicherheit um ein Mädchenheim in Turla (Nachbardorf) gebaut und beschäftigen einen Pedicraftkünstler (traditionelle Reiskunst) der Workshops für Frauen im Dorf anbietet.
Und nun helfen auch wir! Mit unseren Erfahrungen in pädagogischen und Managementfragen, dem Aufbau und dem Betreiben von Schulen, sowie dem Fundraising.
In Vishwaneedam möchten wir gemeinsam einen Ort des ewigen Lernens und der Freude gestalten. Hierher möchten wir alle Menschen unabhängig ihrer Nationalität, Religionszugehörigkeit, Rasse oder Kaste einladen, damit das Universum auch in Zukunft wachsen kann.


Gaiatree – Gayatri - Idee & Konzept
Gaiatree – Gayatri : Brücke zwischen Ost und West

In Vishwaneedam - Wo das Universum ist – haben wir einen Baum - TREE gepflanzt. Fest verwurzelt mit der Mutter Erde - GAIA (aus dem Griechischen) kann er das Fundament für Hoffnung und Liebe sein. Unsere GAITREE SCHOOL ist seit Juli 2010 das zu Hause für zwölf Kinde im Alter von drei bis fünf Jahren. Für das weitere Gedeihen des Gaiatree braucht es auch in der Zukunft enorme Anstrengungen und Mühen. Dies kann nur in Zusammenarbeit aller und mit der Unterstützung und Hilfe vieler Freunde und Bekannten geschehen.
In den alten indischen Schriften ist Gayatri (aus dem Sanskrit) auch die Lebensgefährtin von Brahma, dem Erhalter der Welt. Gleichzeitig ist sie die Götting des Lernens. Das Gayatri- Mantra kennt hier jedes Kind. Es ist fest im Alltag integriert und symbolisiert die „Mutter aller Veden“ (Veden – alte Schriften der Rishis).
Gaiatree – Gayatri zwei unterschiedliche Name aus verschiedenen Welten mit ähnlicher Bedeutung, kann in Zukunft eine Brücke zwischen dem Osten und dem Westen, zwischen der Alten und der Neuen Welt sein.

Integral Education- Ganzheitliche Bildung

Die Gaiatree school ist Bestandteil im Netzwerk der indischen „Sri Aurobindo – Integral Education school“, versteht sich aber auch als freie Schule. Freiheit bedeutet nicht die Emanzipation von, sondern mit der Natur und der Gesellschaft. Sie schließt den Respekt und die Anerkennung aller unterschiedlichen Facetten und Formen des gesellschaftlichen und religiösen Lebens mit ein. Dabei nutzen wir unseren eigenen Erfahrungen – Ananta‘s beim Erstaufbau einer Integral Education school in seinem Heimatstadt nahe Padnagarth, sowie sein fundamentales theoretisches Wissen. Mikes reichhaltige Erfahrungen bei der Gründung und jahrelangen Arbeit in den Schkola- Schulen im Dreiländereck sowie Ankes praktische Erfahrungen aus knapp 20 Jahren Lehrtätigkeit am Gymnasium in Deutschland. Unser Realitätssinn ist sensibilisiert durch unsere zahlreichen Indienbesuche und Projektarbeit beim Aufbau einer Schule in den Jahren 2003/ 2004 im Süden Indiens. Aus diesen Gründen und der gemeinsame Vision zum Aufbau einer Schule in Vishwaneedam haben wir drei uns entschlossen gemeinsam die Gaiatree Foundation (siehe Anlagen) zu gründen.

Die nachfolgende Beschreibung ist nicht der Versuch einer weiteren Definition von „ganzheitlicher Bildung“ oder „Integral Education“. Vielmehr ist es ein Augenblickszustand und zeigt unser Verständnis, die Welt und den Menschen als Ganzes - als Einheit zu betrachten.
Sri Aurobindo‘ s „Integraler Yoga“ und die praktischen und pädagogischen Anleitungen der „Mutter“ geben uns das methodische Rüstzeug und das Vertrauen sowie die Sicherheit, dass es auch für uns einen Weg der Selbsterkenntnis gibt. Die Anerkennung des kosmisch – göttlichen Prinzips von der Entwicklung und Evolution stellen hierbei den Ausgangspunkt dar. Beide bieten eine geistig-basierte Sicht auf einen sich entwickelnden Kosmos, in dem die permanente Weiterentwicklung des Menschen eine tiefe und wichtige Basis bildet, eine mehrstufige und komplexe Sicht der kosmischen Involution / Evolution, die kompatibel ist mit einem modernen wissenschaftlichen Verständnis der Evolution, eine integrierte Sicht auf die verschiedenen Aspekte, aus denen sich ein Mensch, und seine praktischen Einblicke, wie Menschen ihre Selbst-Transformation zum Nutzen der Gesamtheit entwickeln.
Das Zeitalter der Globalisierung eröffnet der menschlichen Gesellschaft ungeahnte Chancen und Möglichkeiten. Die Gaiatreeschool bindet sich darin ein und ist eine Brücke zwischen Ost und West. Die Anerkennung von Fortschritts und Entwicklung fußt dabei auf den eigenen ethnischen und nationalen Wurzeln, den alten Traditionen, kulturellen Werten, und der regionalen Sprache. Das integrale Prinzip „Vom Nahen zum Fernen“ ist hierbei maßgebend und richtungsweisend.
Ist es wirklich möglich eine ganzheitliche Erziehung in unserer wettbewerbsorientierten Gesellschaft zu praktizieren? Ja, es ist möglich, da es keinen großen Unterschied zwischen Methoden des Unterrichts im traditionellen Bildungssystem und denen der integrierten Ausbildung gibt. Das Wesen beider Systeme wird bestimmt vom Denken und Handeln der Lehrkräfte, der Eltern und schließlich des Schulumfeldes. So haben wir unsere Aktivitäten an der Gaiatree school sorgfältig ausgewählt und entwickelt, um die Ziele der ganzheitlichen Erziehung und Lehre zu erreichen.
Wichtig dabei ist, dass diese vollständig kompatibel mit den Aktivitäten des täglichen Lebens sind:
• Kontrolle der Gedanken
• Kontrolle der eigenen Handlungen
• Gleichmut / Meisterung von Freude und Leid
• Positives Denken
• Aufgeschlossenheit / Unvoreingenommenheit
• Gleichmut und rhythmische Einbeziehung der oben genannten Übungen in den Alltag

Integral Education


Ananta im Interview mit Sabine

In der Gaiatreeschool wird auf der Grundlage der Lehren von Sri Aurobindo, eines indischen Intellektuellen und spirituellen Führers, der landesweit Bedeutung erlangte, unterrichtet. Das Konzept nennt sich Integral Education (ganzheitliche Bildung) und unterscheidet sich in vielen Punkten von dem traditionellen Unterricht in den staatlichen Schulen.
Im Gegensatz zu dem in den staatlichen Schulen praktizierten Lehransatz beruht Integral Education nicht auf Auswendiglernen und Wiederholen. Vielmehr wird durch interaktive Lehrmethoden die Kreativität der Schüler gefördert. Lehrer fungieren als Förderer, die dem Schüler helfen, selbst die Lösung für ein Problem zu finden. Die Lehrinhalte werden fächerübergreifend so aufbereitet, dass der Schüler eine unmittelbare Verbindung zum eigenen Alltag herstellen kann und das Gelernte für ihn selber Bedeutung erlangt. Nicht nur einzelne Fähigkeiten sollen entwickelt und trainiert werden, sondern die Schüler sollen zu verantwortungsbewussten, selbstständig denkenden Mitgliedern der Gesellschaft herangebildet werden. Deshalb liegt ein weiterer Schwerpunkt von Integral Education auf der Entwicklung von Soft Skills, was zum Beispiel durch regelmäßige Gruppen- und Projektarbeiten gefördert wird. Jegliche Selektion von Schülern soll vermieden werden. Deshalb gibt es keine Klassen im eigentlichen Sinne, sondern die Schüler lernen altersübergreifend. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass sich die Schüler auch untereinander helfen, zum Beispiel indem Leistungsstärkere Schwächeren bei der Lösung eines Problems zur Hand gehen. So lernen die Schüler früh Verantwortung zu übernehmen und Konkurrenzdenken wird vermieden.

YOGA AKTUELL 08/09 2019

2- Jahres Yoga- Lehrer- Ausbildung im Birkenhof

Namaste: Mit Ganesha auf Reisen

Projekttage für Kinder & Jugendliche

Gaiatree Yoga in Thailand

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