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Herzensrundbrief ...

seit drei Tagen bin ich wieder in Indien. Diesmal reise ich im Rahmen unserer Gaiatree- Yoga- Reisen mit Freunden den „Heiligen Osten“ von Kalkutta bis an die Südspitze Indiens. Shashi ist vor zwei Tagen aufgebrochen zu ihrem College nach Andra Pradesh für die Prüfungen im 2. Semester. Sie war natürlich sehr aufgeregt, obwohl es überhaupt keinen Grund dafür gäbe. Zuvor hat sie die Ergebnisse für das erste Prüfungssemester bekommen. Mit 81 % hat sie das souverän gemeistert. Notwendig zum bestehen wären 40%. Damit ist sie wieder deutlich im oberen Drittel. Ich habe ihr versucht zu erklären, dass sie darauf auch einmal stolz sein darf. Das hat sie schweigend weggelächelt. Reichlich eine Woche absolviert sie nun wieder insgesamt vier Prüfungen von Methodik bis Soziales. Dafür hat sie ein halbes Jahr intensiv gelernt, gelesen und Essays geschrieben. Ich bin optimistisch und voller Zuversicht, dass sie auch diese Mal mit sehr gutem Ergebnis beschließen wird.

Danach kommt sie nach Puri und wir treffen sie hier zusammen mit Freunden. Sie nimmt uns mit in ihr Odisha. Es geht weiter in „The Tribal School of Kechala“ oder „Auromira Vidyamandir“. Hier hat Shashi mehrere Monate als Volontärin gearbeitet. Ich kann endlich mein Versprechen einlösen und diese Schule besuchen. Den Wunsch hatte ich schon viele Jahre, ist es doch eine ganz besondere Schule in ganz Indien und weithin bekannt im ganzen Land. Im nächsten Rundbrief werde ich dann davon berichten. Danach geht es wie schon in den vergangenen Jahren nach Südindien weiter. Aber in dieser kurzen Zeit von Januar bis heute ist noch viel passiert. Nach unserem Thailand- Yoga- Retreat und den Ausbildungen im Januar hat Shashi eine neue große Herausforderung angenommen.
In Tailipada in der Nähe von Cuttak/ Ost- Odisha hat sie als Projektleiterin in einer Art Supervisor für die Matri Prerna Stiftung den Aufbau einer kleinen Dorfschule begleitet, ja ich würde sagen geleitet. „Ich bin hier an meine physischen und geistigen Grenzen gestoßen.“, sagte sie mir vor wenigen Tagen.

Spendenbericht November 2019

Die wohl erfreulichste Mitteilung ist, dass Shashi im Oktober mit ihrem Studium zur Lehrerin (BEd- Bachelor of Education) begonnen hat. Aber eins nach dem Anderen. Nachdem Shashi im vergangenen Jahr erfolgreich ihre Graduation (Basistudium) an der Sambalpur Universität abgeschlossen hat ging es nun in die zweite Runde. Im Mai/ Juni liefen die Anmeldungen für die Aufnahmeprüfungen an den Universitäten/ Colleges für ein Direktstudium. Shashi hat sich an drei Unis beworben. Die Chancen waren von vorn herein sehr gering. Auf einen Platz kommen mehrere hundert Bewerber. Es handelt sich um ein Multiple Choice Test. Die erreichte Punktzahl entscheidet dann über eine mögliche Aufnahme. Entsprechend der Kastenzugehörigkeit gibt es bestimmte Quoten und Prozente, sowohl die absolute Sitzzahl, aber auch die errichte Punktzahl entscheidet. Damit will man Bewerbern aus niederen Kasten den Zugang erleichtern. Zum Beispiel kann es dann sein, dass ein Bewerber mit 65% angenommen und ein anderer mit 80% abgelehnt wird, weil er aus einem niedrigeren Kastenstand ist. Das System ist korrupt und nicht transparent. Shashi hat zwei solcher Tests mitgemacht, aber keinen Sitz bekommen. Darauf hin hat sie sich an einigen Fern-universitäten in Indien beworben und schließlich an der Acharya Nagarjuna University in Guntur (Andra Pradesh) eine Zusage erhalten. Das Fernstudium dauert insgesamt zwei Jahre. Pro Semester findet eine Prüfungs- und Konsultationswoche in Guntur statt. Der Rest ist im Selbststudium mit Mentoren zu absolvieren. Die Studenten arbeiten dabei bereits an einer Schule als eine Art Referendar. Shashi wird diese Zeit an der Schule in Cuttack sein, wo sie schon zum Praktikum war und ein Yoga Camp im Rahmen unserer Charity Projekte in Indien geleitet hat. Die reine Studiengebühr beträgt 55.000 INR. Dazu kommen Prüfungs-gebühren und die Bücher für das Selbststudium sowie vier Aufenthalte zu den Prüfungs- und Konsultationswochen in Guntur. Insgesamt gehe ich von zirka 100.000 INR bis 150.000 INR, also zirka 1300 bis 2000 Euro, aus. Dafür bitten wir auch weiterhin um Eure Unterstützung und Hilfe. Im Gespräch habe ich Shashi in Aussicht gestellt, dass wir sie bei erfolgreichem Abschluss ihres Studiums zu einem Praktikum nach Deutschland einladen werden.
Spendenrundbrief_2018.pdf
(ca. 2.2 MByte)
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