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Die Community wurde im zeitraum von 2009 bis 2013 durch Spendengelder und Förderungen der Gaiatree Foundation und durch Freunde aus Deutschland unzterstützt.

Vision und Idee von Vishwaneedam

Ananta: founder
Ananta: Dream Orissa
Mitglieder der Comuniy
Vishwaneedam ist eine Gemeinde auf der "Suche nach der Wahrheit".

Alle Menschen auf der ganzen Welt die nach der Wahrheit suchen sind herzlich in Vishwaneedam eingeladen. Das Leitprinzip „Aufrichtigkeit mit sich selbst“ gilt für alle Gleichermaßen.

Es gibt auf der Welt Menschen unterschiedlicher Rasse, Ethnie, Nation, Gemeinschaft, Kultur, Politik usw. Wir akzeptieren die Unterschiede behandeln aber jeden gleich und leben gemeinsam. So soll Vishwaneedam ein Beispiel für alle sein.

Natürlich ist auch Vishwaneedam ein Teil dieser Welt und damit finden sich auch hier die Selben Probleme im Zusammenleben. Wir wollen also nicht weg laufen von der Welt. Vielmehr möchten wir Bestandteil dieser sein und zeigen, dass es trotz der zahlreich scheinbaren trennenden Faktoren auch Elemente der Einheit und des Zusammenseins tief in jedem von uns gibt.

Wir sind überzeugt, dass unser Wirken in Vishwaneedam auf die eine oder andere Weise auch einen Einfluss auf die Welt insgesamt haben wird. So ist jedem bewusst, dass somit auch jeder Einzelne mit seinem Leben in Vishwaneedam und der „Suche nach der Wahrheit mit Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit“ zu sich selbst positive Auswirkungen auf die Welt haben wird.

Mitglieder von Vishwaneedam

insgesamt leben zur Zeit ständig drei Familien mit ihren vier Kindern zusammen in Vishwandeedam. So dass es insgesamt 7 Mitglieder sind.

von links nach rechts.
Shestadev and son Ram, Mita his wife, Anu wife of Mahadev, Mahadevv and son Jishnu, Ananta, Twinkle with son Evan and in front Ramparasad (adopted by Ananata and Twinkle)

„Love is blind“ – Wenn ein hübsches Mädchen sich in einen blinden Jungen verliebt

… eine wahre Geschichte aus dem indischen Alltag

Als sich die hübsche Bhumi in den blinden Jungen Jyoti verliebte, waren ihre Eltern gegen die Beziehung und machten sich auf die Suche nach einem passenden Bräutigam für sie. Bhumi lief mit Jyoti weg, aber nicht weit genug, um den Schlägern zu entkommen, die Bhumis Eltern auf den Jungen gehetzt hatten. Es kam wie im Film – sie fanden das Paar, schlugen Jyoti brutal zusammen und Bhumi wurde zu Verwandten in Bhilai (Chattisgarh) geschickt, während ihre Eltern einen Ehemann für sie aussuchten, den sie schnellstmöglich heiraten sollte.
Als Bhumi von den Plänen ihrer Eltern erfuhr, schickte sie Jyoti eine geheime Nachricht und bat ihn um Hilfe. Der Junge war noch nie allein gereist und noch nie so weit, aber er nahm all seinen Mut zusammen und machte sich auf den Weg, um seine Jugendliebe aus ihrer Lage zu befreien. Er reiste mit dem Zug, Bus und Auto und erreichte schließlich Bhilai, wo er Bhumi am verabredeten Ort traf. Sie flüchteten nach Orissa, wo sie im Haus eines Freundes, Sunil, Unterschlupf fanden. Sunil ist selbst körperlich behindert. Er rief mich an und bat mich, den beiden zu helfen und ihnen Unterkunft zu gewähren. Nachdem mir die beiden ihre Geschichte erzählt hatten, lud ich sie in unsere Community in Vishwaneedam ein, wo sie etwas Ruhe finden würden. Aber sie wollten so bald wie möglich heiraten, ein glückliches Eheleben führen und sich dauerhaft der Community anschließen. Ich riet Bhumi, noch einmal in Ruhe über ihren Wunsch nachzudenken. Für ein junges Mädchen kann es sehr schwierig sein, mit einem körperlich behinderten Mann zusammen zu sein, weil Jyoti sie weder sehen noch ihr Komplimente für ihre Schönheit machen kann. Aber sie war fest entschlossen, und wir konnten sie nicht zum Umdenken bewegen. Also begannen alle Communitymitglieder, ihre Hochzeit vorzubereiten. Bhumi und Jyoti heitateten in der Community in vedischer Tradition.
Bhumi lernt bei uns nun das Schneiderhandwerk und Jyoti engagiert sich im Agarbatti Projekt. Obwohl er blind ist, erledigt er die Handarbeit fehlerfrei. Jyoti möchte nun eine Schule für Blinde eröffnen, da er bereits früher als Lehrer an einer solchen Schule tätig war. Bhumi möchte nach dem Abschluss ihrer Ausbildung eine eigene Schneiderei eröffnen. (Ananta)




Ramprasad ist ein Adoptivkind von Ananta udn Twinkel.

Members of the comunity

left to right:

Shestadev and son Ram, Mita his wife, Anu wife of Mahadev, Mahadevv and son Jishnu, Ananta, Twinkle with son Evan and in front Ramparasad (adopted by Ananata and Twinkle)

Wie kann man Teil der Kommunity Vishwaneedam werden.

Der Aspirant sollte bereit sein, ein Leben in "Suche nach Wahrheit" zu leben.
Es sind alle eingeladen, die ohne Konkurrenz, Angst, Belohnung und Bestrafung, Druck, Hierarchie, Gruppenzwang, Politik und Intrigen leben wollen und nur ein einfaches Leben in Liebe, Sorgfalt, gegenseitiger Respekt und Verantwortung akzeptieren.
Wenn Dein Streben im Einklang mit der Vision der Gemeinde in Vishwaneedam ist, so sei herzlich willkommen und schließe Dich an, um mit uns zu leben, zu arbeiten, lehren und lernen zusammen mit den anderen Aspiranten.
farming
living house
Yoga with Mahadev every sunday morning
Surrounding the Vishwaneedam community there are many villages, where there is lack of quality basic education and health care. Hence while trying to build a community in ‘quest for truth’ at Vishwaneedam, we also feel that there is need for our engagement with the surrounding villages in a constructive manner. Hence one unit (Rural Unit) at Vishwaneedam would look after this aspect.

As part of our engagement with the surrounding villages for their overall development we propose to engage in the areas of basic education, primary health care, livelihood issues and conservation of the local environment.

Thus:
a- We propose to involve the villagers for ensuring basic quality education and basic quality primary health care. In this context we also intend to organize free health camps for villagers from time to time to spread awareness of health and hygiene and also to cater to their health care needs.

b- We propose to start some livelihood projects which would provide vocational training catering to the local needs. Self Help Groups or SHGs would also be created for strengthening their financial conditions. We also propose to create institutional mechanisms within these villages to finance their businesses and in helping them marketing their products.

c- Environmental conservation would be an important aspect of our engagement with the villagers. Thus we look forward to involve the villagers to grow a sense of community spirit by involving them in various collaborative efforts like: wasteland reclamation, watershed management and environmental regeneration.

In all these engagements our effort would be: not only to involve the villagers in an active manner but also to make these initiatives self-sustaining in the long run.

Alltag und Leben in der Community

Das Leben in Vishwaneedam ist abwechslungsreich und interessant. So beginnt der Tag um 6:00 Uhr und endet am Abend mit der gemeinsamen Meditation um 9:30 Uhr. Jedes Mitglied hat feste Aufgaben und Verpflichtungen. Gäste und Besucher werden schnell integriert und sind willkommen hier. Für viele wird es ein einmaliges Erlebnis sein gemeinsam mit Shestadev auf dem Reisfeld zu arbeiten oder Anu beim Vorbereiten des Essens in der Küche zu helfen. es gibt auch viel Spaß bei der Arbeit oder auch mit den drei Kindern. der anschließende Bericht gibt einen kleinen Einblick!
Es ist 5:30 Uhr morgens. Das zirpen der Grillen dringt zart an unsere Ohren. Draußen fegt Anu, Mahadevs Frau schon die Veranda. Pünktlich um 6:00 Uhr beginnt der Tag in Vishwaneedam mit einer Stunde Gartenarbeit. Heute ist Sonntag, das bedeutet Yoga für alle Mitglieder der Community, die einzige Ausnahmen im Tagesplan im Vergleich zu den anderen sechs Tagen der Woche. Mahadev und Shestadev sind zuständig für Vieh und Farm, Ananta ist bis zum Mittag in der Schule und danach plant er für den nächsten Schultag und erledigt den ganzen Papierkram für die Kommune. Anu hilft bis zum Mittag in der Schule aus und Mita und Twinkle, Shestadev und Anantas Frauen bereiten das Essen vor und kümmern sich um das Haus.
Während die anderen noch frühstücken machen sich Evan und Jishnu, die Kinder von Ananata und Mahadev, schon auf den Weg in die Gaiatreeschool, die wenige Minuten zu Fuß vom Wohnhaus entfernt ist. Ramprasad, der achtjährige Adoptivjunge, dessen Eltern gestorben sind, geht erst später in die Schule ins nahegelegen Dhandamunda. Ram der Kleinste, Sohn von Mita und Shestadev bleibt zu Hause.

8:00 Uhr. Es ist Schulbeginn in der Gaiatree Schule. Es sind nur vier Kinder von zwölf da. In Indien nimmt man es mit der Pünktlichkeit nicht so ernst, so haben wir eine „Ankommenszeit“ bis 9:00 Uhr eingeplant, während die Kinder spielen, aufräumen und eben ankommen. 9:00 Uhr ist Morgenkreis, wie in der Schkola. Nach einer kurzen Meditation geht die Kerze im Kreis herum, wird Erlebtes berichtet und Ananta führt den Tag ein. Heute schließt sich, in der kreativen Gestaltung, Origami an. Die Kinder falten ein Boot und malen es anschließend an. Dazu teilt Ananta die Klasse in zwei Gruppen. Sadananta der zweite Lehrer übernimmt die Kleineren Drei- bis Vierjährigen, während Ananta sich um die vier Älteren kümmert und sie bei den Aufgaben begleitet. Die Zeit bis zum gemeinsamen Frühstück vergeht schnell. Die ersten Kinder entschwinden schon ohne das Sadananta es bemerkt. Tilatama hat kein Frühstück mit. Sie lebt allein mit ihrer Mutti bei den Großeltern. Der Vati ist vor einem Jahr gestorben. Seit dem fehlt es der Familie an allem, so auch am Frühstück. Anu hat vorsorglich eine Packung Kekse mitgenommen, dazu gibt’s Wasser für alle. Für uns steht fest, dass wir es schaffen müssen, künftig für alle Kinder ein „gesundes“ und ausreichendes Frühstück vorzubereiten. Die Unterschiede in Qualität und Menge sind auch bei den anderen Kindern riesig. Nach der Pause steht Spielen und Bewegung auf dem Plan. Jetzt können die Kleinen, drei bis fünfjährigen, richtig toben und im provisorischen Bau- Sandkasten spielen. Ananta bereitet indes die nächste „Einheit“ vor. Dabei geht es um den Elefanten. Für Indien ein ganz besonders Tier. Er wird in fast allen Familien als Ganesha, Sohn von Shiva und Parvati, verehrt. So kennt jedes Kind mindestens eine Geschichte. Mit seiner mächtigen Größe und Gelassenheit fasziniert er wohl alle Kinder auf der Welt. Wie an jedem Tag wird auch noch eine halbe Stunde Englisch gesprochen. Gegen 12:00 Uhr mittags lässt die Konzentration spürbar nach. Zappelig sitzen die Kinder im Abschlusskreis. Es ist brütend warm im Raum, die Kerze geht ein letztes Mal herum, Ananta läuft der Schweiß und am Ende ist ihm die Erlösung auch anzusehen. Draußen warten schon die Eltern auf ihre Kinder. Wir gehen mit Ananta und Sadananta nach Hause zurück.
Es ist Lunchtime. Der Rest des Tages vergeht schnell. Mit beiden Lehrern werten wir unsere Beobachtungen aus. Um vier ist Elternmeeting. Bis auf Anitas Mutti sind alle gekommen. Sie sitzen eng gedrungen und sind aufgeregt. Es herrscht Stille, wenige Augenblicke bevor wir das tägliche Kreisritual starten. Und dann strömen die Fragen, Bitten und Wünsche auf uns ein. Alle bekräftigen die Notwendigkeit, dass die Schule hier ist, bestehen bleiben muss und bitten uns dabei zu helfen und zu bleiben. Es ist uns schon fast peinlich, mit welcher Offenheit sie ihre existenziellen Problem und Ängste beschreiben. Es ist kein Betteln. In ihren Augen können wir den Stolz sehen. Stolz darauf, dass ihre Kinder jetzt in einer richtigen Schule lernen können und damit die Hoffnung wächst, dass es ihnen einmal besser gehen wird. Die meisten der Eltern und die Großelterngeneration stammen aus der Gegend und sind sogenannte Tribals (Ureinwohner). Noch vor 30 Jahren lebten sie zumeist in Stämmen zusammen. Die Regierung von Orissa versucht seit Jahren sie zu „zivilisieren“ und in Dorfgemeinschaften zusammen zu führen. Tilatamas Mutti beginnt zu weinen. Es herrscht eine bedrückende Stille im Raum. Sie erzählt von ihren Problemen seid ihr Mann vor einem Jahr gestorben ist. Als Frau alleine ist es kompliziert und schwierig.
Nach einer Weile ergreift Anke schließlich das Wort und bittet Jeden ein vorbereitetes Symbol (Sonne, Schmetterling, Smiley ... ) für ihre Kinder auszuwählen und es auszumalen. Mit viel Freude sind sie dabei. Bis nächste Woche sollen sie dieses auf alle persönlichen Sachen ihrer Kinder sticken, malen oder kleben. Ich erkläre ihnen noch unsere Idee von den Patenschaften mit Familien, Freunden oder Schulklassen aus unserer Heimat. Wir schauen in lachende Gesichter und haben das gute Gefühl, dass unsere Herzen offen sind. Draußen wird es dunkel, für uns das Zeichen zu beenden, denn Strom gibt es in der Gaiatreeschool, wie in den meisten Häusern um Vishwaneedam herum keinen. Auf dem Nachhauseweg erfahren wir, dass Anita seit Tagen hohes Fieber hat. Ein Schrecken durchzieht unsere Glieder. Malaria? Sadanata geht noch am Abend vorbei, um nach dem Rechten zu sehen. Per Telefon kommt zunächst Entwarnung.
Es ist 21:00 Uhr. In der Community sitzen wir mit den drei Familien eng gedrungen um den kleinen Tisch in der Veranda. Meditation, Kerzenzeremonie und wir probieren erstmals die Erzählsteine aus. Die Grillen zirpen jetzt um ein weites Lauter als am Morgen. Wir liegen sicher unter dem Moskitonetzt und beobachten die Glühwürmchen am Fenster. Es wird still in Vishwaneedam.
Pondycherry, den 01. Oktober 2010

Herzlichst Anke und Mike

Kleine Bilderserie vom Alltagsleben

YOGA AKTUELL 08/09 2019

2- Jahres Yoga- Lehrer- Ausbildung im Birkenhof

Namaste: Mit Ganesha auf Reisen

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